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Die Herausforderung: Nachhaltiges Bauen

Eine Investition in die Zukunft


Da die Gesellschaft entscheidende Schritte in Richtung Nachhaltigkeit unternimmt, muss die Bauwirtschaft eine wichtige Rolle in diesem neuen Programm spielen, nicht bloß aufgrund des wirtschaftlichen und sozialen Beitrags, den sie leistet, sondern auch wegen ihres Einflusses auf unsere Lebensqualität, unser Wohlbefinden und unsere Sicherheit. Während die Bauindustrie 5-10% der weltweiten Beschäftigung stellt und 5-15% des Bruttoinlandsproduktes erzeugt, produziert der bebaute Raum 40% des Energieverbrauchs, 40% des CO2 - Ausstoßes, 30% des Verbrauchs natürlicher Ressourcen, 30% des Abfallaufkommens und 20% des Wasserverbrauchs. 


Die künftige globale Herausforderung der Bauindustrie liegt deutlich darin, einerseits dem wachsenden Bedarf an Wohnraum zu entsprechen, und andererseits gleichzeitig die Auswirkungen der daraus entstehenden Belastungen durch drastische Verbesserung ihrer Leistungen zu begrenzen.

In der Bauwirtschaft hat sich Stahl als bevorzugtes Material entwickelt und hält ein großes Spektrum an Lösungen bereit, die Gebäude energieeffizienter, im Betrieb kostengünstiger und behaglicher machen können.

Wir bei ArcelorMittal glauben fest an die Werte von Stahl für energieeffizientes Bauen und haben es uns zur Aufgabe gemacht, die Vorteile darzulegen, die unsere Lösungen unseren Kunden, deren Gebäuden und den Gebäudebesitzern bieten.

Aspekte und Aufgaben für nachhaltige Entwicklung

Der Bausektor spielt eine soziale Schlüsselrolle, er schafft Wohnraum für 6 Milliarden Menschen weltweit!

Als ein großer Wirtschaftszweig umfasst er 10 bis 15% der direkt Beschäftigten. Er hat auch große Auswirkungen auf die Umwelt, mit

- 40% Energieverbrauch
- 40% CO2 -Schadstoffausstoß
- 30% Verbrauch natürlicher Ressourcen
- 30% Abfallaufkommen
- 20% Wasserverbrauch

sowie auf die Lebensbedingungen: die Bevölkerung verbringt – zumindest in den Industrienationen – 90% ihres Lebens in Gebäuden. Stahlbau ist eine ideale Lösung, um diesen Belangen gerecht zu werden.

Die Lebenszyklen eines Gebäudes 


Nachhaltiges Bauen: die Vorteile des Stahlbaus in allen Phasen eines Gebäudes 

Effiziente Lösungen aus Stahl

Der Bausektor spielt bei der nachhaltigen Entwicklung eine Schlüsselrolle: die Vorteile der Stahlbauweise können in Bezug auf Nachhaltigkeit in jeder Phase des Lebenszyklus eines Gebäudes dargelegt werden.

Bei der Bewertung der Nachhaltigkeit eines Gebäudes ist der Lebenszyklusansatz erforderlich, der sämtliche Phasen der Lebensdauer eines Gebäudes berücksichtigt, einschließlich der Herstellung der Materialien, des Transports zu Baustelle, des eigentlichen Baus, der betrieblichen Nutzung des Gebäudes, des Abbruchs oder Rückbaus und somit des Lebensendes.


Stahl - das am meisten recycelte Material in der Welt

Stahl ist zu 100% wiederverwertbar, ohne jegliche Qualität einzubüßen. Die Recyclingrate ist der Prozentsatz der Materialien, der aus der Nutzung herausgenommen, regeneriert und wieder verwendet wird. Diese Rate ist bei Stahl sehr hoch, sie variiert jedoch je nach Produkt. Im Bausektor erreicht sie beispielsweise sehr hohe Werte: 98% bei Trägern, 65-70% bei Betonstabstahl.

Recycelter Stahl stellt 40% der weltweiten Eisenressourcen in der Stahlindustrie dar. ArcelorMittal ist der größte Schrottverwerter der Welt: In jeder Sekunde werden 1,2 Tonnen Stahl recycelt!

Der Recyclingkreislauf

Das Recycling von Stahl ist ein nachhaltiger Prozess. Der Recyclingkreislauf wird vom immanenten ökonomischen Wert des Stahls gewährleistet.


Einsparung von Rohmaterial

Recycelter Stahl stellt 40% der weltweiten Eisenressourcen in der Stahlindustrie.

- Recycelter Stahl wird überwiegend im Elektrolichtbogenverfahren verwendet (31,7% der weltweiten Stahlherstellung), jedoch auch in anderen Stahlherstellungsverfahren (Hochofen).

- Der hohe Leistungsgrad der Stahlindustrie liegt sehr nah an seiner theoretischen Grenze (50%). Wegen des langen Lebenszyklus von Stahlprodukten und ehemaligen Produktionsebenen kann die derzeitige Verfügbarkeit von Schrott den hohen Bedarf an Stahl nicht decken.


Die Verringerung der Auswirkungen auf die Umwelt während des Fertigungsprozesses

Die Stahlindustrie hat mit der Zeit große Fortschritte gemacht: Abfallaufkommen, Wasserverbrauch und Luftverunreinigungen verringern sich in beständigem Maße. Im Jahr 2007 erhielten 80% aller Produktionsstätten von ArcelorMittal die ISO 14001 Zertifizierung, die internationale Standards für Umweltmanagementsysteme festlegt.

CO2 und Energie
In Europa hat sich der CO2-Ausstoß und Energieverbrauch pro Tonne in 30 Jahren halbiert. In Kanada kann die Industrie innerhalb von 20 Jahren Einsparungen bei CO2 von 30% verzeichnen.

Technische Verfahren sind heute sehr nah an ihren technischen Grenzen angelangt, ein weiterer Fortschritt kann nur durch bahnbrechende Technologien erreicht werden, die im von ArcelorMittal geleiteten Ulcos-Projekt ausgewertet werden.

Langlebigkeit und Wertbeständigkeit

In vielen Anwendungen, in denen Stahl im Inneren eines Gebäudes oder verdeckt zum Einsatz gelangt, reichen die materialspezifischen Eigenschaften aus, um in ausreichendem Maße gegen Korrosion zu schützen.

Für Anwendungen in Bereichen, bei denen der Stahl während der Lebensdauer von Korrosion befallen werden kann, hat ArcelorMittal eine Reihe von Produkten und Lösungen entwickelt, die die Materialbeständigkeit erheblich verbessern und Stahl zu einem Material machen, das sich am besten für langlebige Anwendungen eignet:

- Edelstahl, der an sich einen hohen Grad der Rostbeständigkeit bietet.
- Metallbeschichtungen wie verzinkter Stahl.
- Organische Beschichtungen.

Umweltfreundliche Produkte und Beschichtungen

Stahl ist umweltverträglich: in Kontakt mit Wasser oder Luft setzt er keine Stoffe frei, die für die Umwelt oder den Menschen giftig sind.

Es wurden umweltfreundliche Beschichtungen entwickelt, die beträchtlich verringerte Auswirkungen in Bezug auf die Produkte, aber auch in Bezug auf die Herstellungsverfahren haben.

Werden organisch beschichtete Produkte hohen Temperaturen ausgesetzt, so können sie einige flüchtige organische Komponenten freisetzen, die die Luft verunreinigen. Im Vergleich zu nachträglich beschichteten Produkten wurde nachgewiesen, dass Produkte, die direkt aus der industriellen Vorbeschichtung (pre-coating) stammen, weniger VOC-Emissionen freisetzen und weniger Auswirkungen auf die Umwelt haben.

Angesichts der begründeten gesundheitsschädigenden Wirkungen von Chrom(VI)-haltigen Verbindungen hat ArcelorMittal daran gearbeitet, diesen Stoff aus sämtlichen Applikationen zu verbannen und hat zum Beispiel Cr(VI)-freie Grundierungsmittel, Oberflächenbehandlungen und Chromatisierungen entwickelt.

Um die Umweltauswirkungen zu minimieren hat ArcelorMittal vor kurzem das Sortiment organischer Beschichtungen SOLANO® entwickelt. Bei diesem System wird folgendes entfernt/ersetzt:
- Phthalas als Verflüssiger
- Schwermetalle als Brandverzögerer oder Farbpigmente in der Deckschicht

Hoher Vorfertigungsgrad  

Alle Stahlprodukte, vom einfachen Profil hin bis zu komplexen Fassadenbauteilen, werden außerhalb der Baustelle gefertigt und montagefertig vor Ort angeliefert. Dieser Einsatz vorgefertigter Elemente bietet eine Reihe von Vorteilen, die während der Bauphase zu einer Verringerung der Risiken beitragen:

- Geprüfte Qualität
- Leichteres Baustellenmanagement
- Schneller Aufbau, verringerte Vorlaufzeiten
- Verbesserte Sicherheit
- Bequemer Rückbau

Profitieren Sie von der Stahl-Trockenbauweise 


Der Einsatz von Stahlbautechniken verringert Umweltauswirkungen auf der Baustelle und Lärmbelästigung in der Nachbarschaft. Wasserverbrauch, Abfallaufkommen, Staubbelastung, Verkehr und Lärm sind wesentlich geringer als bei der traditionellen Bauweise. Baustellenmanagement wird viel leichter durchführbar. All diese Vorteile werden besonders in verkehrsreichen städtischen Gebieten sehr geschätzt.